Kurz Gesagt:
"Die Vermessung der Welt"

VanaVanille

Als Herr Kehlmann seine Vermessung der Welt vor gut zehn Jahren veröffentlichte, war es in den Händen fast aller Leser*innen zu finden. Jetzt, nach so langer Zeit, kam auch ich auf den Geschmack und entschied mich für die ungekürzte Hörbuchversion, gesprochen von Ulrich Noethen. Zum Glück, kann ich da nur sagen, denn im Nachhinein weiß ich nicht, ob es mir selbstgelesen genauso gut gefallen hätte. Der Sprecher verleiht den beiden Protagonisten Alexander von Humboldt – verschroben aber leidenschaftlich – und Carl Friedrich Gauß – mürrisch aber genial – eine solch einnehmende Schrulligkeit, dass ich das Hörbuch am liebsten pausenlos von Anfang bis Ende gehört hätte. 

Die Geschichte selbst, die von einem reisenden und einem daheimgebliebenen Wissenschaftler erzählt, könnte dabei faszinierender nicht sein. Kehlmann hat es auch hier wieder geschafft, mich für Themen zu begeistern, die in meinem Alltag kaum Platz finden. Geleitet von den beiden klugen Männern, die oftmals unbeabsichtig komisch sind, entführt er uns in die Welt der Naturwissenschaft und berichtet gleichzeitig von zwei bemerkenswerten Biografien. Vielleicht mag nicht alles mit der Realität übereinstimmen, aber warum sollte es auch? Der Autor hat in meinen Augen ein gleichwohl unterhaltsames wie geistreiches Buch geschrieben, von dem man mehr kaum erwarten kann.


 

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