"Lockwood & Co. - Das Grauenvolle Grab", das gar nicht so grauenvolle Finale

VanaVanille

In den vergangenen vier Jahren durfte ich immer wieder zu Gast in der Portland Row 35 sein und den Geisterjagden von Lucy, Lockwood und George beiwohnen. Das große Finale der fünfbändigen Lockwood & Co.-Reihe von Jonathan Stroud brachte mir dabei endlich wieder die Spannung und Handlungsdichte zurück, die Teil drei und vier etwas vermissen ließen. Dabei standen weniger die einzelnen Fälle als vielmehr das große Ganze im Mittelpunkt, welches endlich Licht ins Dunkel und in die Köpfe der Leser*innen brachte. Zwar mag nicht jede Wendung so überraschend kommen, wie der Autor es wohl gern gehabt hätte, doch kann man sagen, dass es einige Entwicklungen gab, die man nicht vorauszusehen wagte.

Auffällig war auch, dass  in diesem letzten Teil vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen der Agenten eine tragende Rolle spielten, die den Figuren auch ein wenig mehr Tiefe verliehen. Zwar werden diesbezüglich nicht alle Fragen geklärt – so kann man sich als Leser*in gewisse Dinge nur denken oder Vermutungen dazu anstellen – doch lässt das Buch keineswegs unbefriedigt zurück. Ich muss jedoch gestehen, dass ich, wenn ich nicht gewusst hätte, dass es sich nun endgültig um den letzten Band handelt, gedacht hätte, es würde noch ein weiterer Teil folgen. 

Alles in allem kann ich die Lockwood & Co.-Reihe vor allem kleinen Gruselfans empfehlen, die vorm Zubettgehen nocht ein wenig Schmökern wollen. Insbesondere der erste und der letzte Band haben mir besonders gut gefallen, sodass ich mich schlussendlich auch mit einer Trilogie zufriedengegeben hätte. Dennoch ist die Pentalogie rund um die drei Agenten (und Freunde) eine spannende Reihe für jugendliche Fantasyleser*innen und natürlich auch für ältere geeignet. 



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